Lernen



 „Die Entfaltung der Persönlichkeit muss in vollkommender Harmonie geschehen“

(Maria Montessori)


Lernen sollte mit allen Sinnen stattfinden. Um die Zahlenwelt zu erkennen, muss ein handelndes  Kind dies spielerisch "begreifen". Mit aktivem Handeln kann ein besseres Verständnis aufgebaut werden. 
In der Trainingsstunde lernt das Kind, die Aufmerksamkeit beim Lernen zu halten. Die Wahrnehmung der visuellen und auditiven Funktionen werden beübt. Eine differente Wahrnehmung kostet das Kind viel Energie. 
Im Training findet viel Lernen über die Wahrnehmung und im aktiven Handeln statt. Für mich ist es immer ein gutes Signal, wenn Freude und Spaß mit im Spiel sind.

Ein frühes Erkennen der Probleme

Wie bei allen Lernschwierigkeiten entsteht auch bei einer Dyskalkulie manchmal ein verhängnisvoller Kreislauf.
Die Kinder kommen unter Leistungsdruck, da sie die Aufgaben nicht sicher verstehen. Dauert dieser Zustand an und  das Umfeld (Lehrer und Eltern) ist genauso ratlos wie das Kind, kann eine Schulangst ausgelöst werden und alle Probleme, die dazu gehören.

Wichtig ist ein frühes Erkennen einer Rechenschwäche.

Was im Alltag oft nicht so einfach ist. Stärken Sie Ihrem Kind den Rücken. Gemeinsam sind sie stark und nehmen den Druck raus. Holen Sie sich Hilfe. Je früher man einem Kind helfen kann, desto weniger Ängste und Stress bauen die Kinder dann auf. Emotionale Blockaden heißen, "ich kann nicht Rechnen", "ich habe keine Lust zu Rechen", "ich kannn das sowieso nicht". Dieses führt dann zu Lernblockaden und somit zu einer weiterenVerminderung der Leistungsfähigkeit.

Sicher ist, dass "rechenschwache" Kinder

  • nicht dumm sind
  • nicht faul sind
  • nicht zu wenig üben


        sondern:

  • zu viel das Falsche üben
  • zu viel auswendig lernen (um ohne Verstehen zu bestehen)
  • sich oft nicht zu fragen trauen, wenn sie nicht weiter wissen
  • oft keine Hilfe finden, weil keiner versteht, was sie nicht verstehen
  • die vielen eigenen Ideen nicht diskutieren können
  • sich oft wundern, wieso sie schon wieder nicht richtig liegen
  • irgendwann mal denken: mit mir stimmt was nicht
  • deswegen fast verzweifeln
  • am Schluss nicht mehr lernen mögen


      (vgl. Börner et. al., 1998)